NAUMBURG. Sehr erfreut zeigte sich die CDU-Fraktion in der Naumburger Stadtverordnetenversammlung über die durch den Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) anvisierte Änderung der Busfahrpläne ab Dezember 2020. „Die berechtigten Forderungen vieler Mitbürger und unserer kommunalen Gremien wurde in sehr erfreulicher Weise Rechnung getragen“, so Fraktionsvorsitzender Martin Roth. „Für die kommenden zehn Jahre ist nun eine deutlich verbesserte Busanbindung aller Stadtteile sowohl in Richtung Kassel und Baunatal, als auch zwischen unseren Stadtteilen und den beiden benachbarten Mittelzentren Wolfhagen und Fritzlar sichergestellt. Eine gute Busanbindung ist ein wichtiger Beitrag zur Attraktivitätssteigerung des ländlichen Raums. Daher versprechen wir uns von den neuen Fahrplänen auch einen Beitrag dazu, die Naumburger Stadtteile als Wohnstandorte weiter aufzuwerten“, erläutert Roth die Position der CDU-Fraktion.

Nach am Donnerstag in der Naumburger Stadtverordnetenversammlung zu beratenden Plänen des NVV wird die bisherige Buslinie 152 in die Buslinie 153 umbenannt und deutlich besser an der Erwartungshaltung der Fahrgäste ausgerichtet. Sie soll in Schauenburg-Martinhagen beginnen und enden und dann über Balhorn direkt nach Altenstädt, Naumburg und weiter nach Elbenberg führen. Von dort aus führt der Weg über Merxhausen, im 2-Stundentakt auch über Riede, nach Sand und dann nach Breitenbach, von wo aus eine gute Verknüpfung zu den weiteren Linien nach Baunatal und Kassel besteht. Die Stadtteile Altendorf und Heimarshausen werden neben einem Zwei-Stunden-Takt mittels eines Kleinbusses (Linie 151) auch durch eine verbesserte Buslinie zwischen Fritzlar und Wolfhagen angefahren. Künftig wird es stündlich einen Bus zwischen Fritzlar und Wolfhagen sowie der Gegenrichtung geben, wobei dieser auf zwei Linienwegen stündlich versetzt einmal über die Naumburger Stadtteile und einmal über die Bad Emstaler Ortsteile fahren wird.

So erfreulich die verbesserte Busanbindung auch sei, so klar bekennen sich die Christdemokraten doch auch nach wie vor zum Projekt „Reaktivierung der Bahnstrecke Kassel-Naumburg“ für den Personennahverkehr. „Uns ist klar, dass dazu noch eine Reihe von dicken Brettern zu bohren sind und dass die Umsetzung viele Jahre in Anspruch nehmen wird. Aber für das südliche Wolfhager Land wäre die Wiederaufnahme der Personenbeförderung auf dieser Bahnstrecke eine enorme Aufwertung. Überall dort, wo Kassel mittels Tramlinien gut erreichbar ist, hat dies zu einem Aufschwung der Kommunen sowohl hinsichtlich der Einwohnerentwicklung als auch der Ansiedlung und dem Erhalt von Unternehmen und Einzelhandel geführt“, führt Martin Roth weiter aus. Optimistisch stimme die Naumburger CDU die Ankündigung von Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir anlässlich des kürzlich begangenen fünfjährigen Jubiläums der Reaktivierung der Bahnlinie Korbach - Frankenberg, auch weitere stillgelegte Strecken hinsichtlich ihrer Wiederbelebung ins Auge zu fassen.

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